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Bundestag sorgt für mehr Übersicht im Gemeinnützigkeitsrecht

Die wesentlichen Änderungen bei der vom Deutschen Bundestag verabschiedeten Reform des Gemeinnützigkeitsrechts in der Zusammenfassung:
 
* alle gemeinnützigen Zwecke werden künftig in die Abgabenordnung (AO) aufgenommen (statt z.T. parallel in der Einkommenssteuer-Durchführungsverordnung)
 
* die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements wird ausdrücklich als gemeinnütziger Zweck anerkannt
 
* die Grenze für die einkommenssteuerliche Abziehbarkeit von Spenden wird wesentlich, und zwar auf 20% des Gesamtbetrags der Einkünfte, erhöht
 
* bei Unternehmen wird die Grenze auf 4 Promille der Summe der gesamten Umsätze und der im Kalenderjahr aufgewendeten Löhne und Gehälter
 
* die bisherige "Großspendenregelung" entfällt
 
* gemeinnützige Verbände dürfen künftig Räume und Arbeitskräfte nicht nur anderen steuerbegünstigten Körperschaften, sondern auch Körperschaften des öffentlichen Rechts überlassen
 
* die Besteuerungsgrenze für wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb wird auf 35 T€ (bis 30.700 €) erhöht
 
* das gleiche gilt für die Obergrenze bei der Umsatzsteuerpauschalierung.
 
Darüber hinaus sieht der Gesetzgeber flankierende Verbesserungen für ehrenamtlich Tätige vor:
 
Der so genannte "Übungsleiter-Freibetrag" wird von 1.848 Euro auf 2.100 Euro erhöht. Außerdem wurde eine neue steuerfreie Pauschale in Höhe von 500 Euro pro Jahr für ehrenamtliche Tätigkeiten im Auftrag von gemeinnützigen Körperschaften oder juristischen Personen des öffentlichen Rechts beschlossen.