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Überblick über die Geschichte und Tätigkeit des Deutschen Verbandes Technisch-Wissenschaftlicher Vereine

Etwa von der Mitte des 19. Jahrhunderts an entstanden die ersten deutschen technisch-wissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Vereine und es dauerte noch etwa sechs Jahrzehnte bis sich diese Vereine durch die Gründung eines „Deutschen Verbandes Technisch-Wissenschaftlicher Vereine“ zusammenschlossen.
 
Am 27. Mai 1916 wurde der Deutsche Verband Technisch-Wissenschaftlicher Vereine (DVT) auf einer ersten Versammlung der folgenden Gründungmitglieder errichtet: Verein Deutscher Ingenieure, Verband Deutscher Elektrotechniker, Verein Deutscher Eisenhüttenleute, Schiffbautechnische Gesellschaft, Verein Deutscher Chemiker und Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine.
 
Ziel des DVT war es und ist es seitdem, übergeordnete Probleme der Technik- und Naturwissenschaften zu behandeln und die Belange von Naturwissenschaft und Technik gegenüber Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Staat und Verwaltung mit mehr Aussicht auf Erfolg zu vertreten, als es dem einzelnen Verein mit seinem speziellen Arbeitsgebiet möglich war.
 
Der Verband hat im Sinne seiner Zielsetzung wertvolle und allgemein anerkannte Arbeit geleistet. 1934 verfiel er der Auflösung, weil er sich auf Grund seiner Tradition nicht für politische Zwecke einspannen ließ. Ein Konkurrenzverband, die „Reichsgemeinschaft der Technisch-Wissenschaftlichen Arbeit (RTA)“ hatte ihm das Wasser abgegraben.
 
Nach dem katastrophalen Ende des Zweiten Weltkriegs dauerte es immerhin noch drei Jahre, bis die Gründungsvereinigungen des früheren Verbandes am 5. August 1948 den „Deutschen Verband Technisch-Wissenschaftlicher Vereine DVT“ wieder begründen konnten. Heute gehören ihm 87 technisch-wissenschaftliche und naturwissenschaftliche Vereine als Mitglieder an.
 
Gemäß der neuen Satzung setzt der wiederentstandene DVT in seiner Tätigkeit die Tradition des früheren Verbandes fort. Er widmet sich bevorzugt der Förderung der technischen und naturwissenschaftlichen Wissenschaften, der Forschung und technischen Entwicklung.
 
Zu aktuellen Fragen aus diesen Bereichen und aus den Gebieten der Ausbildung und Bildung hat er in seinen Jahresversammlungen und in einer ganzen Reihe von Memoranden, Entschließungen, Empfehlungen und Vorschlägen gegenüber Parlamenten, Ministerien, Behörden und auch der Wirtschaft Stellung genommen.
 
Enge Zusammenarbeit besteht mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften und der Deutschen Forschungsgemeinschaft, insbesondere mit deren Ausschuss für Angewandte Forschung.
 
Zur Bildung des Wissenschaftsrates und zur Errichtung des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft haben Initiativen des DVT beigetragen.