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DVT und ASIIN betonen Bedeutung der Programmakkreditierung

Beim Gespräch mit Vertretern des baden-württembergischen Wissenschaftsministerium haben DVT und ASIIN ihre Position zur Zukunft des deutschen Akkreditierungssystems deutlich gemacht. Die wesentlichen Aussagen zur Kontroverse um Programm- und Systemakkreditierung lauteten:
 
Eine Programmakkreditierung
 
* erlaubt die Beurteilung der formalen Aspekte und der Inhalte eines Studiengangs,
 
* erlaubt einen Vergleich gleicher oder ähnlicher Studiengänge an anderen Hochschulen und in anderen Ländern,
 
* gibt damit Studienbewerbern und Absolventenabnehmern in der Industrie wertvolle und notwendige Informationen über Ziele und Inhalte der Studiengänge,
 
* erlaubt die Begutachtung in Clustern und ist damit ressourcenschonend,
 
* ist für eine internationale Anerkennung zwingend nötig.
 
Von den rund 6.000 Bachelor und Masterstudiengängen in Deutschland sind rund 70% bereits programmakkreditiert.
 
Eine Systemakkreditierung
 
* ist die formale Beurteilung des „Managementsystems“ einer Hochschule,
 
* lässt keinen Schluss auf Inhalt und Qualität eines einzelnen Studiengangs zu, sie ist bestenfalls eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung.
 
 
In der Diskussion stellten DVT bzw. ASIIN einerseits sowie das Ministerium andererseits weitgehend Übereinstimmung in den Ansichten, Zielen und Vorgehensweisen fest:
 
* Die Systemakkreditierung ist eine zusätzliche, aber keine ersetzende Maßnahme für die Programmakkreditierung.
 
* Eine Systemakkreditierung sollte von einer Hochschule erst dann in Angriff genommen werden, wenn sie ausreichend viele Programmakkreditierungen durchgeführt und damit Erfahrungen gesammelt hat.
 
Baden-Württemberg werde, dies sicherten die Ministeriumsvertreter zu, seine Stimme in der Kultusministerkonferenz entsprechend einbringen.