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Projektförderung, angewandte Forschung und Standardisierung: Dreiklang der Instrumente sichert Vorsprung im Wettbewerb

Berlin, 19. Januar 2006
 
Der DVT hat auf seinem Parlamentarischen Abend 2006 mit Bundestagsabgeordneten aller Fraktionen die Rahmenbedingungen der Projektförderung, der angewandten Forschung im Mittelstand und der Standardisierung als Kernpunkte erfolgreicher Forschungspolitik erörtert.
 
Peter Dortans, Geschäftsführer der VDI/VDE IT Innovation + Technik GmbH, hob in seinem Referat die Bedeutung der Projektförderung des Bundes für die Entwicklung neuer, marktfähiger Produkte hervor. Diese Projektförderung unterstütze vor allem KMU bei der Überwindung von Innovationsbarrieren. Diese komme dann in Frage, wenn das technisch-wissenschaftliche und wirtschaftliche Risiko hoch und dadurch der finanzielle Einsatz für die Unternehmen zu groß ist, sodass der Markt die neuen technologischen Lösungen auf absehbare Zeit nicht selbst hervorbringen wird. Für jeden Euro Projektfördergeld investiere die Industrie einen weiteren Euro, da eine Förderung nur bis max. 50% der Gesamtaufwendungen erfolge. So trage die Projektförderung dazu bei, das „3% Ziel“ der Bundesregierung mit Geldern aus Industrie und öffentlicher Hand gemeinsam zu erreichen. An der geplanten Erhöhung des Forschungsetats sollte die Projektförderung – vor allem wegen der erfolgten Kürzungen in den letzten Jahren - überproportional beteiligt werden.
 
Ein Plädoyer für die Förderung gemeinsamer, vorwettbewerblicher Forschung von kleinen und mittleren Unternehmen hielt Johann Wilhelm Arntz, der Präsident der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF). Diese seien aus eigener Kraft oft kaum in der Lage, Forschungsvorhaben zur Weiterentwicklung ihrer Leistungsfähigkeit zu finanzieren und durchzuführen. Die industrielle Gemeinschaftsforschung, die über die AiF aus Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt wird, sei für zahlreiche Branchen der mittelständischen Industrie ein hochwirksames Instrument zur laufenden Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit, sagte Arntz.
 
In seinem Vortrag über die Bedeutung von Standardisierung und Normung machte Dr.-Ing. Torsten Bahke deutlich, dass Standards beim Transfer und der Diffusion neuer Technologien in marktfähige Innovationen einen entscheidenden Beitrag leisteten. Bahke, Direktor des Deutschen Instituts für Normung e. V. (DIN), sagte, Normen und Standards trügen wesentlich dazu bei, technisches Wissen schnell zu verbreiten und so die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen zu stärken. Das DIN leiste mit der Normung auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit der Industrie.
 
 
Der 1916 gegründete Deutsche Verband Technisch-Wissenschaftlicher Vereine (DVT) ist die Dachorganisation von derzeit ca. 70 gemeinnützigen Fachgesellschaften. Er ist industrie- sowie parteipolitisch unabhängig und strebt die Förderung der technischen Wissenschaften, die Vereinheitlichung gemeinsamer technischer Grundlagen sowie die Beratung von Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung an. Kontakt: DVT, WissenschaftsForum, Markgrafenstr. 37, 10117 Berlin, Tel. 030/936278-71, Fax -69, E-Mail: dvt@vdi.de, Web: www.dvt-verband.de.
 
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