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Forschungsstrukturen auf den Prüfstand

Berlin, 20. April 2005
 
Auf dem Parlamentarischen Abend 2005 des DVT haben sich Abgeordnete des Deutschen Bundestages, der Vorstand des DVT und Wissenschaftler mit den Forschungsstrukturen in Deutschland beschäftigt.
 
Positive Ansätze sahen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussion in einer stärkeren Vernetzung der Forschungsorganisationen, um beispielsweise Räume, Apparate und Personal miteinander zu teilen. „Rationalisierung“ durch Veränderung der Strukturen und Organisationen war das Stichwort. „Bessere Forschung heißt nicht immer nur mehr Geld“, fasste Roland Sauerbrey von der Universität Jena den Vorschlag zusammen. Gleichwohl benötige die Forschung in Deutschland mehr Geld, um international zum Beispiel mit den USA oder Korea konkurrieren zu können.
 
Die von Bund und Ländern finanzierten Forschungseinrichtungen sollten mehr eigene Gestaltungsfreiheit bei der Verwendung von Mitteln bekommen, gleichzeitig sollte es eine Verschiebung von institutioneller Förderung zu mehr Pro-jektförderung geben. Dies diene der Konzentration der Mittel auf leistungsstarke, anwendungsorientierte oder grundlagennahe Forschungseinheiten. Wett-bewerb sei der wichtigste Impuls für eine gute Forschung.
 
Insgesamt, so empfahl der DVT, müssten die Strukturen so geändert werden, dass Basisinnovationen beschleunigt und der Übergang in Produkte durch eine effiziente angewandte Forschung verbessert würde. Der DVT-Vorsitzende, Hubertus Christ, sagte, dass dieses Gespräch als Auftakt für eine tiefer gehende Beschäftigung mit dem Thema „Änderung der Forschungsstrukturen in Deutschland“ dienen soll.
 
Weitere Informationen erhalten Sie bei der DVT-Geschäftsstelle, Herrn Maas, unter Tel. 030/93627871.