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Meldungen



Studie zu Ursachen des Studienabbruchs in Bachelor- und in herkömmlichen Studiengängen erschienen

9. März 2010
 
Die Hochschul Informations System GmbH (HIS) hat kürzlich den Projektbericht "Ursachen des Studienabbruchs in Bachelor- und herkömmlichen Studiengängen" herausgegeben. Die Ergebnisse beruhen auf einer bundesweiten Befragung von 2.500 Exmatrikulierten des Studienjahres 2007/2008 an 54 Universitäten und 33 Fachhochschulen. Eine vergleichbare Befragung ist bereits im Jahr 2000 durchgeführt worden. Die HIS hat daraufhin die nun vorliegende Anschlussstudie über die Gründe hierzu durchgeführt.
 
Ein Studienabbruch beruht in der Regel zwar auf mehreren Gründen, von denen jedoch einer als Hauptgrund angegeben wird und den Ausschlag gibt.
 
Nach ihrem Hauptgrund für den Studienabbruch befragt, geben die Befragten vor allem Leistungsprobleme bzw. Misserfolg bei Prüfungen (31 %; 2000: 20 %), Probleme bei der Studienfinanzierung (19 %; 2000: 18 %) sowie mangelnde Studienmotivation (18 %; 2000: 16 %) an. Weitere Gründe sind unzureichende Studienbedingungen (12 %; 2000: 8 %), der Wunsch nach beruflicher Neuorientierung (10 %; 2000: 19 %), familiäre Probleme (7 %; 2000: 11 %) sowie Krankheit (4 %; 2000: 5 %).
 
Weitere Faktoren, die den Studienabbruch fördern, sind eine extrinsisch motivierte Studienwahl (z. B. überwiegende Orientierung an Gehaltsaussichten, Studium eines alternativen Faches nach Ablehnung im Wunschfach), ungenügende Informationen über Inhalte und Organisation des Studiums, mangelnde Leistungsbereitschaft, ungenügende Integration an der Hochschule sowie ausgeprägte Erwerbstätigkeit.
 
In den Bachelor-Studiengängen erfolgt der Studienabbruch im Durchschnitt nach 2,3 Fachsemestern und damit wesentlich früher als in den herkömmlichen Studiengängen (7,3 Fachsemester).
 
Besonders häufig nennen Studienabbrecher von Bachelor-Studiengängen Leistungsprobleme, mangelnde Studienmotivation sowie unzureichende Studienbedingungen als Abbruchgrund. Weitaus weniger häufig werden hingegen - bedingt auch durch die deutlich frühere Entscheidung für den Abbruch - finanzielle und familiäre Gründe genannt.
 
Die Gründe für den Studienabbruch weichen in den MINT-Fächern von den Durchschnittswerten ab. An den Universitäten berichten Studienabbrecher in Mathematik und Naturwissenschaften überdurchschnittlich häufig über Leistungs-probleme, in den Ingenieurwissenschaften über Prüfungsversagen und in der Informatik über eine berufliche Neuorientierung, deutlich weniger häufig hingegen über finanzielle Probleme und unzureichende Studienbedingungen.
 
An Fachhochschulen nennen Studienabbrecher in Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik signifikant häufiger Prüfungsversagen, während auch hier die Studienbedingungen nicht häufiger als in anderen Fächern zum Studienabbruch führen. In den Ingenieurwissenschaften an Fachhochschulen geben hingegen die Studienbedingungen deutlich häufiger als in anderen Fächern und auch deutlich häufiger als noch im Jahr 2000 den Ausschlag für den Abbruch. In dieser Fächergruppe hat es in den letzten Jahren den weitaus größten Anstieg an Studienabbrüchen gegeben.
 
 
 


Weitere Beschlüsse der Generalversammlung der WFEO (World Federation of Engineering Organisations)

10. November 2009
 
Wahlen
 
Zum President Elect wurde Adel Al-Kharafi (Kuwait) gewählt, und zwar mit großem Vorsprung vor Darrel J. Danyluk (Kanada). Zum Vice President wurde Kostas Alexopoulos (Griechenland) gewählt, der seinen Gegenkandidaten Peter Greenwood (Australien) mit 39 zu 28 Stimmen hinter sich ließ. Barry Grear (Australien) gab sein Präsidentenamt anlässlich der GA 2009 an Maria Laffargue (Spanien) ab, die die WFEO nun für zwei Jahre führt.
 
Von den National Members wurden abgesehen von K. Alexopoulos und Y. Ishii (Japan), die bereits ex officio neu im Vorstand vertreten sind, folgende Kandidaten in den neuen Vorstand gewählt:
 
Al-Hosani (Vereinigte Arabische Emirate), Peter Greenwood (Australien), Saad Ahmad (Syrien, Mustapha Bulama (Nigeria), Rosaline Granendra (Malaysia) und Carlos dos Santos Maura (Brasilien).
 
Zum treasurer wurde der Kolumbianer Jaime Santamaria Serrano bestimmt.
 
Stellungnahmen
 
Die Delegierten verabschiedeten neben der Kuwait Declaration auch ein draft position paper zum Thema „Mobility“ und „Accreditation“. Die WFEO erkennt darin die wichtige Rolle der internationalen Mobilität von Ingenieuren sowie die Akkreditierung von Studiengängen zur besseren Orientierung von Studierenden und Arbeitgebern an. Die WFEO beabsichtigt, eine Informationsplattform für alle an diesem Thema Interessierten zu werden und will den Informationsfluss zwischen den Prozessbeteiligten erleichtern. Dazu plant sie, auch ihr gutes Verhältnis zu den Vereinten Nationen nutzen und sich zu einem Netzwerk weiter zu entwickeln.
 
Ehrungen
 
Traditionell ehrte die WFEO wieder einige verdiente Mitglieder für außergewöhliche ehrenamtliche und fachliche Leistungen. Eine davon war die von Stefanos Ioakimidis (GR), der der WFEO bis zur GA in Kuwait über viele Jahre als Schatzmeister gedient hat (im Bild rechts außen).
 
Einen ausführlichen Artikel der WFEO zu den Ergebnissen der General Assembly finden Sie hier >>>
 
 
Weitere Informationen der WFEO:
> BIENNIAL REPORT der WFEO >>>
 
> World Engineering Congress and Exhibition ENGINEERING 2010 - ARGENTINA (“Technology, Innovation and Production for the Sustainable Development”), Buenos Aires, Oktober 2010 >>>
 
> pdf-Download für Call for Papers und für das Announcement Leaflet ENGINEERING 2010 >>>
 

Der WFEO-Vorstand auf der GA 2009 in Kuwait (v.l. K. Ayadi, Past President; M. Laffargue, President Elect; B. Grear, President; T. Youseff, Executive Director; und S. Ioakimidis (treasurer).



Bericht zur FEANI-Generalversammlung 2009

5. Oktober 2009
 
Die Delegierten der FEANI-Mitgliedsländer kamen am 2. Oktober in Den Haag zusammen, um sowohl über den Bericht des Vorstandes über die Aktivitäten des vergangenen Jahres, als auch über die Ziele der kommenden Jahre zu diskutieren. Gastgeber des diesjährigen Meetings war die Firma Shell, in deren Hauptverwaltung die Generalversammlung 2009 stattfand.
 
Die FEANI hat auch das letzte Geschäftsjahr mit einem Überschuss abgeschlossen und führt dies hauptsächlich auf die Beteiligung an EU-Projekten zurück, um die sich die FEANI seit dem Amtsantritt von Generalsekretär Philippe Wauters verstärkt bemüht. Dieses Engagement hat nach Meinung des Vorstandes dazu beigetragen, dass die Stimme der FEANI inzwischen stärker gehört wird als beispielweise noch vor zehn Jahren. Die FEANI ist mittlerweile in alle Entscheidungsprozesse auf europäischer Ebene im Hinblick auf Ingenieurangelegenheiten sehr gut eingebunden.
 
In einer Debatte über laufende und künftige Aktivitäten berichtete der Vorstand unter anderem über das „University Ranking Projekt“ der EU-Kommission, an dem sich die FEANI zusammen mit anderen Partnern beteiligen wird. Hier soll in einem europäischen Vergleich versucht werden herauszufinden, über welche Stärken und Schwächen die Hochschulen verfügen und wo sie im internationalen Vergleich stehen. Die FEANI verspricht sich davon, die Vorherrschaft nicht zuletzt amerikanischer Rankings zu durchbrechen und ein realistisches Bild des internationalen Hochschulsystems in Europa zu zeichnen.
 
In einer erneut kontroversen Debatte erörterten die Delegierten darüber hinaus das weitere Vorgehen bei der so genannten Engineering Card (ENGCARD). Die Arbeitsgruppe unter britischer Leitung hat seit der letzten Generalversammlung, angeblich aufgrund mangelnden Interesses der FEANI-Mitglieder, nahezu keine Ergebnisse vorweisen können. Dies führte zu heftiger Widerrede zahlreicher Ländervertreter und schließlich zum Angebot des VDI-Direktors und Präsidenten des Deutschen Nationalkomitees, Willi Fuchs, das Engineering Card (ENGCARD)-Projekt unter Führung des VDI weiter voranzutreiben. Ziel der Initiative sei es, herauszufinden, ob ein Ausweis in Europa Anklang finden könnte, der erworbene Abschlüsse und Qualifikationen nachweist. Nachdem andere Berufsgruppen eine ähnliche Karte bereits eingeführt haben, sollte, so argumentierten die Befürworter eines proaktiven Vorgehens, die Ingenieurszunft nicht länger warten, eine eigene Professional Card zu verwirklichen. In der Schweiz wird unterdessen die Einführung einer Engineering Card vom Schweizer Nationalkomitee in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Ministerium vorbereitet.
 
Generalsekretär Philippe Wauters berichtete abschließend über eine gemeinsame Initiative der FEANI mit dem VDI, die in Kürze unter dem Motto „More engineers for Europe“ starten soll. Dazu ist eine Auftaktveranstaltung am 14. Oktober in Brüssel vorgesehen, die vom VDE und der EUREL mitgetragen wird.
 
Weitere Beschlüsse der FEANI-Generalversammlung in Kürze:
 
• die FEANI unterstützt die Weltingenierkonferenz (World Engineer´s Convention, WEC) im Jahr 2011 in Genf, siehe dazu auch www.wec2011.ch,
• die Mitgliederbeiträge bleiben in 2010 stabil, ein share entspricht ca. 4.200 Euro,
• Polen verliert auf eigenen Wunsch zwei shares und verfügt damit ab sofort nur noch über zwei shares statt vier,
• Frankreich wird in 2011 und 2013 die Anzahl seiner shares um jeweils zwei erhöhen, um der Größe des Landes und der Bedeutung der Volkswirtschaft in der FEANI Rechnung zu tragen,
• Kroatien erhält als neues FEANI-Mitglied ein share,
• Daniel Ameline (FR) wird neues Mitglied des Executive Board,
• die nächsten Generalversammlungen finden in Sofia (2010) und Genf (2011) statt.
 


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